I’m not fluent, but my German as improved a lot since I first came to Berlin. My final post is in the form of a letter that I wrote to myself, reflecting over my four months in Germany. Enjoy
Liebe Andrea,
kannst du dich erinnern, was du zuerst über Berlin gedacht hast? Du starrtest aus dem Fenster des Flugzeugs, und zwei Dinge kamen dir in den Sinn. Zuerst fragtest du, was habe ich dort gemacht? Erst als die Räder des Flugzeugs auf dem Rollfeld rutschten, hast du endlich damit begonnen, zu verstehen, dass dies wirklich geschah. Du wolltest in Berlin, Deutschland, für vier Monate bleiben, beginnend, na ja, jetzt. Das zweite, was ich auf dem Herzen hatte, waren Windparks. Als das Flugzeug kam und die Wolken verschwunden waren, waren die ersten Dinge, die du sehen konntest, riesige weiße Windräder, verstreut über saftig grüne Felder. Und du dachtest, „ein Ort, der Windparks hat, kann so schlimm nicht sein.“ Warum? Du warst nicht wirklich sicher. Das Gefühl von Komfort war einfach da, und dann hattest du einen zuvor unvorhergesehenen Ausbruch von Mut.
Die nächsten Tage waren eine Unschärfe, wahrscheinlich auf Grund einer überwältigenden Tagesordnung und einem halluzinogen-induzierten Mangel an Schlaf, und du warst in dem Herzen der Stadt. Du sprachst Deutsch, und es fühlte sich merkwürdig an, diese Geräusche aus deinem Mund zu hören. Du hast gelernt wieder Kaffee zu machen und verbrachtest deine Nächte an eine fremde Decke starrend, und versuchtest dich an ein Kissen zu gewöhnen, das quadratisch war. Du warst so weit weg von allem, was du kanntest, und der Abstand schien unermesslich. Nur noch einhundert und elf Tage, sagtest du dir. Aber allmählich begannst du verschiedene Dinge zu zählen. „Ich traf heute fünf Menschen. Ich habe diese Woche dreißig neue deutsche Wörter gelernt. Ich habe drei verschiedene Formen von öffentlichen Verkehrsmitteln um an diesen Ort zu kommen, aber ich war niemals verloren.“
Du hast positiv gedacht und umarmtest, was neu war. Berlin hat dein Lachen zurück gebracht. Du hast die besten Parks besucht und hattest fröhliche Picknicks. Du gingst tanzen und trafst viele Berliner. Du verpasstest eine Straßenbahn oder einen Bus und musstest manchmal zu Fuß nach Hause gehen. Du operiertest erfolgreich eine deutsche Waschmaschine und hast problemlos auch ohne Trockner, Mikrowellen oder Fernseher gelebt. Du hast kaltes Wetter überlebt, und wie man richtig eine deutsche E-Mail schreibt, gelernt. Du lasest Berlin-Alexanderplatz und Das Kunstseide Mädchen, zwei Romane vollständig in einer Sprache, die du nur für zwei Jahre studiert hast. Du hast mit einem deutschen Kochbuch gekocht, und es hat gar nicht so schlecht geschmeckt, wenn du zu viel von einer Zutat hinzugefügt hast. Du besuchtest ein Konzentrationslager, wo so viele Schrecken stattfanden und du hast, wie viele andere vor dir, geweint. Du bist das erste Mal mit einem Zug gefahren. Du gingst in Museen und erlebtest ihre Geschichte in einem Wirbelwind von Artefakten, Plaketten und Filmen. Du erfuhrst etwas über das Leben in einem anderen Land und ohne es zu merken, blühtest du. Allmählich lerntest du viel über andere, und du erfuhrst viel über dich selbst.
Und die Leute! Es gibt nichts Besseres als eine gute Gruppe von Freunden und einen schönen Tag. Ihr erlebtet viele Abenteuer zusammen, von denen einige gut waren und von denen einige schlecht waren, aber alle waren wertvoll. Ihr gingten zur „Sangria Nacht“ jeden Samstag, wo jeder ein anderes Essen kochte und ihr trankt Wein und lachtet miteinander. Die Freunde, die du in Berlin gefunden hast, leben in vielen verschiedenen Bundesstaaten in den USA, aber der Abstand ist nicht so groß, weil die Eindrücke groß sind, die sie im Herzen gemacht haben. Sie alle sind mit diesem neuen Land und neuen Lebensstil verbunden, und es bringt uns einander näher. Unsere Erfahrungen in Berlin waren verblüffend, weil du ein Teil eine wunderbare Gruppe warst. Sie alle sprachen über Hausaufgaben, das Leben hier und außerhalb von Berlin, Zukunft, Vergangenheit, Hochschule, Familie, Arbeit und noch mehr.
Es ist einer der besten Tricks des Lebens. Wenn du dich schließlich an einem fremden Ort wohlfühlst, ist es Zeit, dass alles wieder endet. Vor fünf Jahren hattest du definitiv keine Ahnung, dass du für vier Monate in Deutschland lebst, lernst und lachst. Und fünf Jahre ab jetzt, wer weiß? Aber wenn du Angst hast oder unsicher bist, denk bitte an diese Zeit in Berlin. Denk an all die guten Zeiten mit deinen Freunden, und rufe jemanden an, mit dem du eine Weile nicht geredet hast. Lies noch einmal ein deutsches Buch um zu sehen, wie viel du weißt. Hoffentlich wird es eine Menge sein. Und vor allem erinnere dich daran, wie mutig du bist. Jede Herausforderung ist eine neue Chance, und jeder Augenblick ist eine wunderbare Gelegenheit, um zu wachsen.
Beste Grüße
Andrea T. Gannon (12.2.2011)
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